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Im Rahmen von zwei BMBF-geförderten Verbundprojekten wurde am Geodätischen Institut der Universität Karlsruhe (TH) in Kooperation mit nationalen und internationalen Partnern der geodynamisch aktive und geophysikalisch interessante Bereich der Antarktischen Halbinsel basierend auf GPS-Beobachtungskampagnen bearbeitet. Ziel dieser Projekte war die erstmalige hochgenaue Einbindung der sog. Antarktischen Halbinsel in den globalen Referenzrahmen ITRF.
Alternativ zur Vorgehensweise bei der Ermittlung von absoluten, datumsbezogenen Bewegungsraten wurden am GIK im aktiven Rückengebiet Bransfield Strait unter Berücksichtigung geologischer Gesichtspunkte signifikante horizontale Relativbewegungen bestimmt.
Auf Grund der verwendeten Auswertestrategie sowie anderer Restriktionen (z.B. kurze Zeitbasis) konnten im Rahmen der o.g. Projekte keine Höhenänderungen detektiert werden.
Im Zuge vertiefter, am GIK durchgeführten Studien wurde sowohl eine weitere GPS-Kampagne durchgeführt, als auch eine besser an die besonderen Gegebenheiten der Antarktischen Halbinsel angepasste Auswertestrategie erarbeitet.
Hierbei wurden im Besonderen die teilweise korrelierten Faktoren bearbeitet:
- Modell der GPS-Satellitensendeantenne
- Handling der Einflüsse der Ionosphäre
- Modellierung der elektrisch neutralen Atmosphärenbereiche
- Abschattungssituation der gewählten GPS-Stationen
- Signalkrümmung, Mehrwegeeffekte
- Empfangsantennenmodell
- Instrumentenabhängiger Faktor Signalstärke
Basierend auf den optimal an den Bereich der Antarktischen Halbinsel angepassten Auswertungen konnten erstmalig Höhenändungen für diesen Bereich der Erde detektiert werden.


