In dieser Ausgabe
- Fortbildungsseminar Optische Messtechnik für Anwendungen im Maschinenbau (inklusive Veranstaltungshinweisen, Anmeldeschluss 30.09.07)
- Fortbildungsseminar GPS für GIS-Anwender (UniGIS) (inklusive Veranstaltungshinweisen, Anmeldeschluss 24.09.07)
- Termine und Zusatzinformationen zur Vortragsreihe Geodätisches Kolloquium
Fortbildungsseminar Optische Messtechnik für Anwendungen im Maschinenbau
Das Seminar richtet sich sowohl an Vermessungsingenieure als auch an Ingenieure des Maschinenbaus, die mit messtechnischen Prozessen in der Fertigung und der Entwicklung betraut sind. Ziel der Veranstaltung ist, die Potentiale der Ingenieurvermessung und der modernen optischen Messtechnik sowie die Anforderungen des Maschinenbaus zu vermitteln, um den Teilnehmern mögliche interdisziplinäre Lösungswege aufzuzeigen und ihnen ein Kommunikationsforum zu bieten. Die Veranstaltung soll einen Überblick über die Möglichkeiten der optischen Messtechnik bieten. Das Seminar besteht aus zwei Teilen:
- In einem allgemeinen Teil A soll die Schnittstelle zwischen den Disziplinen beleuchtet werden, um die Kommunikationsgrundlage zu vertiefen. Durch die exemplarische Präsentation von Anwendungen werden die Teilnehmer an aktuelle Methoden herangeführt. Firmenpräsentationen ergänzen die praktischen Aspekte.
- In einem zusätzlich zu buchenden Teil B (Hands-on-Demonstrationen) wird dem Teilnehmer die Möglichkeit gegeben, optische Messverfahren unmittelbar zu erleben: Aus einem Katalog von Themen wählen die Teilnehmer die jeweils für sie interessantesten aus. Nach einer Einführung in die gewählte Thematik - unterstützt durch eine Demonstration - wird der Teilnehmer dann bei der Durchführung von Messabläufen spezifisch betreut und angeleitet. Deswegen ist die Teilnehmerzahl für Teil B begrenzt (first-come-first-serve-Basis).
Wegen der eintägigen Seminarform können einzelne Themenstellungen nicht erschöpfend im Sinne eines Tutorials behandelt werden. Derartige Folgeveranstaltungen mit jeweils speziellem Fokus werden bei Bedarf angeboten.
Zielgruppe: Messtechniker und Ingenieure in der Qualitätssicherung und im Prüfwesen; Vermessungsingenieure, Ingenieurgeodäten.
Veranstaltungshinweise
Die Veranstaltung findet statt am Freitag, 19. Oktober 2007 in den Räumen des Geodätischen Instituts der Universität Karlsruhe (Lage des GIK ...).
Die Organisation übernimmt das Geodätische Institut der Universität Karlsruhe unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Maria Hennes
Weitere Informationen sowie ein Formular zur Online-Anmeldung (Anmeldeschluss: 30.09.07) finden Sie auf der Homepage des GIK.
Fortbildungsseminar GPS für GIS-Anwender (UniGIS)
Es werden die Grundlagen zur Positionsbestimmung mit GPS und dessen Systemkomponenten vermittelt. Behandelt werden absolute und differentielle Echtzeit-Methoden der Positionsbestimmung. Bei den praktischen Übungen kommen GPS-Empfänger verschiedener Hersteller und unterschiedlicher Genauigkeit zum Einsatz.
Darüber hinaus wird die Umwandlung der mit GPS erzeugten Daten in Gebrauchskoordinaten erörtert. Die Teilnehmer lernen in diesem Zusammenhang den Umgang mit verschiedenen Software-Produkten zur Weiterverarbeitung der gewonnenen Daten kennen.
Zu den oben genannten Themen werden die theoretischen Grundlagen diskutiert und an praktischen Beispielen verdeutlicht. Ziel der Veranstaltung ist, dem Teilnehmer einen Überblick über die moderne Anwendung von GPS zur Beschaffung raumbezogener Daten und die damit verbundene Problematik zu vermitteln.
Es wird eine Unterlagenmappe mit begleitendem Studienmaterial ausgegeben. Die praktischen Übungen werden in Kleingruppen (3-5 Personen) durchgeführt.
Zielgruppe: GIS-Anwender, die sich über den Einsatz von GPS im Zusammenhang mit Geoinformationssystemen informieren möchten.
Veranstaltungshinweise
Die Veranstaltung findet statt am Freitag, 05. Oktober 2007 und Samstag, 06. Oktober 2007 in den Räumen des Geodätischen Instituts der Universität Karlsruhe (Lage des GIK ...).
Die Organisation übernimmt das Geodätische Institut der Universität Karlsruhe unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Bernhard Heck
Weitere Informationen sowie ein Formular zur Online-Anmeldung (Anmeldeschluss: 24.09.07) finden Sie auf der Homepage des GIK.
Vorträge im Rahmen des Geodätischen Kolloquiums
Im Rahmen des Geodätischen Kolloquiums des Geodätischen Instituts und des Instituts für Photogrammetrie und Fernerkundung finden Fachvorträge von externen Fachkollegen statt. Alle Berufskollegen sowie interessierte Studierende des Studiengangs Geodäsie und Geoinformatik sind herzlich eingeladen.
Ort: Hörsaal 37 im Architekturgebäude (Englerstr. 7) (Lage des GIK ...)
Zeit: Donnerstag, 16:15
Kurzfristige Änderungen entnehmen Sie bitte unserer Homepage.
Folgende Termine sind geplant:
Donnerstag, 8. November 2007
FESTKOLLOQUIUM
Zukunft der Kartographie "Man kann nicht nicht kommunizieren"
Vortragender:
Prof. Dr.-Ing. Dietmar Grünreich
Bundesamt für Kartographie und Geodäsie, Frankfurt
Angesichts der gegenwärtigen und künftigen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimawandel, Umweltmonitoring, Abwehr und Bewältigung von Katastrophen nimmt der Bedarf an zuverlässigen, aussagekräftigen Geoinformationen erheblich zu. Im Fokus stehen dabei derzeit (noch) die Fragen der Standardisierung der Datenmodellierung und -verwaltung, der effizienten Erfassung und Integration von Geodaten sowie der Methoden der Verarbeitung und Visualisierung von Geodaten. Das wird z. B. an den großen Projekten INSPIRE und Geodateninfrastruktur für Deutschland (GDI-DE) deutlich. Diese Entwicklung wird insbesondere von der Geoinformatik getragen. Zunehmend wird aber auch die Bedeutung der Kommunikation georäumlicher Strukturen für Entscheidungen und Handlungen (wieder) erkannt. Es geht dabei um die Einbeziehung des Aufgabenkontextes und der Fähigkeiten der Nutzer. Dieser Ansatz wurde in den 1970er Jahren entwickelt, und er hat im sog. kartographischen Kommunikationsnetz seinen Ausdruck gefunden. Hier muss die moderne Kartographie als spezielle Kommunikationswissenschaft (wieder) ansetzen. Der Vortrag wird sich deshalb an der berühmten Lasswell-Formel (1948) - “Who says what in which channel to whom with what effect?“ (Wer sagt was in welchem Kanal zu wem mit welchem Effekt?) - orientieren und anhand der einzelnen Fragen die Rolle der modernen Kartographie im Kontext der GDI und der modernen IT definieren.
Donnerstag, 13. Dezember 2007
Vermessungstechnik bei maschinellen Tunnelvortrieben
Vortragender:
Dipl.-Ing. Manfred Messing
VMT GmbH, Bruchsal
Der Vortrag zeigt die verschiedenen Vermessungsleistungen auf, die bei großen Tunnelbauprojekten zum Einsatz kommen. Hierbei sind permanent und automatisiert arbeitende Vermessungssysteme notwendig. Insbesondere werden Steuerleitsysteme für Tunnelbohrmaschinen vorgestellt, durch deren Vermessungsleistung erst ein wirtschaftlicher Tunnelvortrieb ermöglicht wird. Auf die Fortschritte jüngerer Zeit, die unter anderem auf eine leistungsfähige Datenerfassung und Datenübertragung beruhen, wird hingewiesen. Die zukünftigen Möglichkeiten werden unter anderem hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Sicherheit analysiert. Mit diesem Vortrag der Wandel des ingenieurgeodätischen Berufsbildes verdeutlicht.
Donnerstag, 24. Januar 2008
Den Meeresspiegel vermessen - wie geht denn das? Ergebnisse moderner geodätischer Raumverfahren
Vortragender:
Dr.-Ing. Wolfgang Bosch
Deutsches Geodätisches Forschungsinstitut (DGFI), München
Die Meeresoberfläche verändert sich ständig - auf allen Raum- und Zeitskalen. Trotzdem ist sie heute genauer bekannt als die Topographie vieler kontinentalen Landgebiete. Satellitengestützte Meßmethoden können nicht nur die Struktur des mittleren Meeresspiegels bestimmen helfen, sondern auch dessen Kinematik (die in Animationen dargestellt wird) beobachten .
In Kombination mit den neuesten Schwerefeldmissionen lässt sich außerdem erkennen, dass der mittlere Meeresspiegel als Höhenbezugsfläche versagt, weil er durch Oberflächenströmungen nicht mehr im Gleichgewicht mit der Schwerkraft steht. Der Vortrag erklärt wie man trotzdem Höhen von Europa nach Amerika überträgt.
Donnerstag, 7. Februar 2008
Bodenpolitik und Bodenordnung – Global denken und lokal handeln oder lokal denken und global handeln?
Vortragender:
Dipl.-Ing. Willi Zimmermann
Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ), Eschborn
Bodenpolitik und Bodenordnung bewegen sich einerseits im Spannungsfeld zwischen positiven aber auch destruktiven globalen Herausforderungen und andererseits lokaler kultureller Vielfalt und Interessen.
Der Vortrag beleuchtet ausgewählte internationale Erfahrungen und Optionen zur Erweiterung von Strategien, Instrumenten, Technologien und Vorgehensweisen für die Gestaltung eines Ordnungsrahmens für Bodenpolitik und Bodenordnung. Dabei wird auch die Rolle der Geodäsie bezüglich bodenpolitischer Fragestellungen beleuchtet.

