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Informationen zum Bachelor-Studiengang "Geodäsie und Geoinformatik"
Informationen zum Master-Studiengang "Geodäsie und Geoinformatik"
Informationen zu den die Studiengänge tragenden Instituten
Überblick über studentische Aktivitäten
Der bisherige Diplom-Studiengang „Geodäsie und Geoinformatik“ wird ab dem WS 2008/2009 eingestellt, so dass keine Neueinschreibungen (gegebenenfalls nur noch Einschreibungen als Quereinsteiger) in diesen Studiengang mehr möglich sind. Er wird abgelöst durch die beiden konsekutiv angelegten Bachelor- und Master-Studiengänge in „Geodäsie und Geoinformatik“. Die Struktur dieses zweistufigen Systems sieht wie folgt aus:
Der Bachelor-Studiengang
Die Basis des Bachelor-Studiengangs bilden die Allgemeinen und Fachspezifischen Grundlagen, ohne deren Vermittlung ein vertieftes Verständnis der späteren Fachlichen Schwerpunktfächer nicht gewährleistet ist. Die diesem Block zugehörigen Fächer haben einen Umfang von insgesamt 163 ECTS-Punkten und sind für alle Studierenden verpflichtend, um ebenso wie im ehemaligen Diplom-Studiengang eine breite Grundlagenausbildung sicherzustellen. Dementsprechend orientieren sich die Inhalte der Fächer dieses Blocks weitgehend an den Inhalten der entsprechenden Diplomfächer.
Der Bachelor-Abschluss hat ein eigenständiges berufsqualifizierendes Profil. Im Studiengang werden wissenschaftliche Grundlagen, Methodenkompetenz und berufsfeldbezogene Qualifikationen vermittelt. Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester einschließlich Bachelor-Arbeit von 6 Wochen Dauer und 9 ECTS-Punkten.
Im Rahmen des Bachelor-Studiums ist der Erwerb von additiven Schlüsselqualifikationen mit einem Umfang von 6 ECTS-Punkten vorgesehen. Darüber hinaus ist vor oder während des Bachelor-Studiums ein mindestens 12-wöchiges Berufspraktikum abzuleisten.
Ziele des Studiums sind:
- erworbene Fähigkeiten und Wissen auf den Beruf anzuwenden, Problemlösungen zu erarbeiten und weiterzuentwickeln,
- relevante Informationen zu sammeln, zu bewerten und zu interpretieren und daraus wissenschaftlich fundierte Urteile abzuleiten,
- fachbezogene Positionen und Problemlösungen zu formulieren und argumentativ zu verteidigen,
- Verantwortung in einem Team zu übernehmen.
Als akademischer Grad wird nach der bestandenen Bachelorprüfung ein "Bachelor of Science (B. Sc.)" durch die Universität Karlsruhe (TH) verliehen.
Studieninhalte im Bachelor-Studiengang (180 ECTS):
Allgemeine Grundlagen (60 ECTS):
- Mathematik
- Physik
- EDV und Informatik
Fachspezifische Grundlagen Grundlagen (42 ECTS):
- Vermessungskunde
- Sensorik und Messtechnik
- Datenanalyse
Fachliche Schwerpunkte (61 ECTS):
- Geoinformatik
- Fernerkundung und Bildverarbeitung
- Referenzsysteme und Raumverfahren
- Landmanagement
Schlüsselqualifikationen (8 ECTS)
Bachelor-Arbeit (9 ECTS)
Berufspraktikum (12 Wochen)
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(vorbehaltlich der Genehmigung durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg)
Der Master-Studiengang
Der auf den Bachelor-Studiengang aufbauende Master-Studiengang „Geodäsie und Geoinformatik“ an der Universität Karlsruhe (TH) ist stark forschungsorientiert und basiert auf einer Weiterentwicklung des bisher im Diplomhauptstudium praktizierten und bewährten Lehrkonzepts. Es besteht aus einer ausgewogenen Mischung von Vorlesungen und Übungen, Seminaren und zeitnahen Leistungskontrollen.
Der Master-Studiengang weist eine klare Strukturierung in Aufbau-, Profil- und Ergänzungsbereiche auf, wobei jeder Profilbereich wiederum Pflicht- und Wahlpfichtmodule beinhaltet. Jeder Studierende hat zwei aus sechs angebotenen Profilen zu wählen. Damit wird die fachliche Breite ebenso gewährleistet wie die fachliche Vertiefung.
Im Unterschied zum Bachelor-Studiengang ist das Master-Studium nach dem 1. Semester von einem großen Wahlbereich (innerhalb der Profile) geprägt. Ein Ziel ist es dabei, durch die angebotenen Profilbereiche sowohl eine Spezialisierung entsprechend der Begabung der Studierenden zu erlauben, als auch die für die wechselnden Erfordernisse des Arbeitsmarkts notwendige Flexibilität im Studiengang zu integrieren.
Ziele des Studiums sind:
- erworbene Fähigkeiten und Wissen zu Problemlösungen auch in neuen unvertrauten Situationen anzuwenden und weiterzuentwickeln,
- relevante Informationen zu sammeln, zu bewerten und zu interpretieren und daraus wissenschaftlich fundierte Urteile abzuleiten,
- fachbezogene Positionen und Problemlösungen zu formulieren und argumentativ zu verteidigen,
- weitgehend selbstgesteuert und/oder autonom eigenständige forschungs- und anwendungsorientierte Projekte durchzuführen,
- sich selbständig neues Wissen und Können auch bei komplexen Problemstellungen anzueignen und herausgehobene Verantwortung in einem Team zu übernehmen.
Im Master-Studiengang sollen die im Bachelor-Studium erworbenen wissenschaftlichen Qualifikationen weiter vertieft oder ergänzt werden. Der Absolvent soll in der Lage sein, die wissenschaftlichen Erkenntnisse und Methoden selbstständig anzuwenden und ihre Bedeutung und Reichweite für die Lösung komplexer wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Problemstellungen zu bewerten. Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester.
Die Studien- und Prüfungsordnung sieht zum erfolgreichen Abschluss des Studiums den Erwerb von 120 ECTS vor. Zur Qualitätssicherung dient eine obligatorische Master-Arbeit mit einer Bearbeitungszeit von 6 Monaten; sie wird mit 30 ECTS-Punkten bewertet.
Im Rahmen des Master-Studiums ist der Erwerb von additiven Schlüsselqualifikationen mit einem Umfang von 4 ECTS-Punkten vorgesehen.
Als akademischer Grad wird nach der bestandenen Masterprüfung ein "Master of Science (M.Sc.)" durch die Universität Karlsruhe (TH) verliehen.
Studieninhalte im Master-Studiengang (120 ECTS):
Aufbaufächer (30 ECTS):
- Geoinformatik
- Geodätische Sensorik & Messtechnik
- Fernerkundung & Bildverarbeitung
- Geodätische Weltraumverfahren
- Numerische Mathematik
- Ausgleichungsrechnung
- Ergänzungsmodul
Profilbereiche (51 ECTS):
- Computer Vision
- Fernerkundung
- Geoinformatik
- GNSS und Navigation
- Geomonitoring
- Ingenieurgeodäsie
Ergänzungsbereich (5 ECTS)
Schlüsselqualifikationen (4 ECTS)
Master-Arbeit (30 ECTS)
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(vorbehaltlich der Genehmigung durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg)
Die Institute der Studiengänge
Das Studium der Geodäsie und Geoinformatik an der Universität Karlsruhe (TH) - heute getragen vom Geodätischen Institut (GIK) und dem Institut für Photogrammetrie und Fernerkundung (IPF) - kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Schon bei der Gründung der Polytechnischen Schule am 7.10.1825, aus welcher 1967 die heutige Universität Karlsruhe (TH) hervorging, wurde das Vermessungswesen organisatorisch mit dem Bauwesen verbunden. Durch Koordinierung der Praktischen Geometrie mit der bis dahin getrennt vertretenen Höheren Geodäsie wurde 1867 der Lehrstuhl für Praktische Geometrie und Höhere Geodäsie geschaffen, auf welchen am 9.1.1868 Wilhelm Jordan als Professor berufen wurde. Infolge der Entstehung neuer Teildisziplinen ergab sich die Notwendigkeit, weitere Lehrstühle einzurichten: Auf diese Weise entstanden 1938 der Lehrstuhl für Geodäsie II, 1966 der Lehrstuhl für Astronomische und Elektronische Geodäsie und 1979 der Lehrstuhl für Geodynamik. Das Institut für Photogrammetrie und Topographie wurde im Jahr 1960 gegründet und bildet seither eine unabhängige organisatorische Einheit.
Beide Institute sind heute der Fakultät für Bauingenieur-, Geo- und Umweltwissenschaften zugeordnet. Das Geodätische Institut wird kollegial geleitet und durch einen Sprecher vertreten. In den Jahren 1904-1989 war dem GIK eine Erdbebenwarte angeschlossen, die sich im Keller des Architekturgebäudes befand. Seit 1970 betreibt das GIK innerhalb eines Verbundes der Geodätischen und Geophysikalischen Institute an den Universitäten Karlsruhe und Stuttgart das Geowissenschaftliche Gemeinschaftsobservatorium Schiltach im Schwarzwald.
Ebenso wie das GIK ist das Institut für Photogrammetrie und Fernerkundung (IPF), identisch mit dem gleichnamigen Lehrstuhl, im Architekturgebäude der Universität untergebracht. GIK und IPF stehen in enger fachlicher Verbindung und betreiben unter anderem eine gemeinschaftlich genutzte Werkstatt.
Beide Institute pflegen vielfältige interdisziplinäre und internationale Kooperationen in Forschung und Lehre, insbesondere mit der Budapest University of Technology and Economics, Ungarn, der Institut National des Sciences Appliquées, Strasbourg/Frankreich, der University of New Brunswick, Fredericton/Canada, der Ohio State University, Columbus, OH/USA, der Technische Universiteit Delft, Niederlande, und der Universidad Federal do Parana, Curitiba/Brasilien.
Studentische Aktivitäten und Initiativen
Die Fachschaft als Vertretung der Studierenden des Faches Vermessungswesen / Geodäsie und Geoinformatik an der Universität Karlsruhe (TH) ist an der Gestaltung des Studiums und der Studienbedingungen maßgeblich beteiligt. Vertreter(innen) der Studierenden arbeiten in der Prüfungskommission und in der Studienkommission des Studiengangs Vermessungswesen / Geodäsie und Geoinformatik mit. Die Fachschaft organisiert die Orientierungsphase für Studienanfänger und ist in Kooperation mit dem GIK und dem IPF Ansprechpartner für die Belange der Studierenden. Sie ist Mitglied der 1970 in Karlsruhe gegründeten Arbeitsgemeinschaft der Geodäsiestudenten in Deutschland (ARGEOS) und hat in der Vergangenheit schon mehrfach ARGEOS-Treffen organisiert. Ferner beteiligt sich die Fachschaft seit 1988 am International Geodetic Student Meeting (IGSM), einem Zusammenschluss der europäischen Studentenvertretungen.
Feste dürfen im Studentenleben nicht fehlen. Anfang des Wintersemesters veranstaltet die Fachschaft ein Erstsemesterfest. Die Ausrichtung weiterer Feste ist den einzelnen Semestern übertragen: Zum Jahresende organisiert das 5. Semester ein Winterfest; das Sommerfest, dem jeweils der Nedo-Cup - ein Nivellement mit Tücken - vorausgeht, findet am Ende des Sommersemesters statt und wird vom 2. Semester ausgerichtet. Den Abschluß der Hauptvermessungsübungen IIIa bildet traditionsgemäß das Fußballspiel zwischen den Mannschaften der HVÜ I, HVÜ II, HVÜ IIIa und der Mitarbeiter mit anschließendem Grillfest. Ferner sorgt die Fachschaft in Zusammenarbeit mit den Instituten für einen angemessenen Rahmen bei der feierlichen Übergabe der Diplomurkunden.









